Vom Zivildienst zum Wunschberuf

Schreibende Hand
29.08.2019 | Job des Monats, Menschen mit Behinderungen

Vom Zivildienst zum Wunschberuf

Dominic Rindler begleitet Menschen mit Behinderungen im Alltag. Dank seiner Assistenzleistung gewinnen die Klientinnen und Klienten ein Vielfaches an Autonomie. Der Arbeitsplatz des ausgebildeten Fachsozialbereuers für Behindertenarbeit ist unser Wohnhaus De-La-Tour-Straße. Sein Werdegang in der Diakonie de La Tour hat als Zivildiener begonnen …

Dominic Rindler

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?
Ich fahre zu jedem Dienst mit einem Lächeln im Gesicht, und das noch nach vielen Jahren. Jeder Tag ist anders, man weiß nie was auf einen zukommt oder in welcher Tagesverfassung die Assistenznehmer sind. Dass die Assistenznehmer einfach das Gespür haben, wenn es jemandem schlecht geht oder einen etwas bedrückt. Dass Sie sich über jede Kleinigkeit freuen die man ihnen schenkt, was in der Gesellschaft leider immer mehr verloren geht weil es schon so selbstverständlich geworden ist. Dass die Menschen in diesem Bereich so offen und ehrlich sind und meistens, das was sie denken auch aussprechen, sich einfach kein Blatt vor dem Mund nehmen.

Was ist das schwierigste an Ihrem Beruf?
Die Menschen so gut wie möglich selbstbestimmt leben zu lassen ohne sie dabei in Gefahr oder Probleme zu bringen. Die Menschen so gut wie möglich, viele Sachen oder Dinge die Sie tun, selbstständig ausüben zu lassen, auch wenn Sie dafür längere Zeit benötigen. Nervenstärke, Geduld und immer mit 100% Einsatz, Freude und Motivation bei der Sache zu sein, auch wenn man selbst ein schlechten Tag hat.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Gemeinschaftliches Handeln, Normalität, Individualität sowie das Erreichen  gemeinsamer Ziele stehen hier im Mittelpunkt. Im Alltag kochen wir gemeinsam zudem helfen alle so gut wie möglich bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten mit.  Abends schauen wir gerne zusammen fern oder haben bei Spieleabenden Spaß. Am Wochenende gehen wir spazieren, Kaffee trinken, unternehmen Ausflüge, im Sommer grillen wir im Freien oder fahren zum See baden usw

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?
Ich war im Jahre 2010 Zivildiener im Atelier de La Tour, sammelte dort erstmals Erfahrung mit Menschen mit Beeinträchtigung, ich dachte mir schon damals, das wird mein Traumberuf. Ein Jahr später hatte ich die Chance bekommen, mich bei der Diakonie zu beweisen, und nahm die Chance an. Am meisten gefiel mir die Zusammenarbeit, Zusammengehörigkeit, das Miteinander der Mitarbeiter/-innen. Die Kolleg/-innen haben immer ein offenes Ohr für Probleme und Anliegen, man wird nie im Stich gelassen, jeder hilft jedem. Solch ein gutes Arbeitsklima erlebt man selten.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour?
Die Diakonie bietet für alle Berufsklassifikationen und darüber hinaus, Fortbildungen, Weiterbildungen und alternative Angebote an. Auch für Menschen mit Beeinträchtigungen werden Kurse, Ausbildungen, usw. angeboten. Das Kursangebot ist vielfältig und interessant, es wird nicht nur Theorie gelehrt sondern auch praxisorientiere Beispiele herangezogen.

Einige Jobprofile aus der Diakonie de La Tour, darunter auch das von Dominic Rindler finden man auch auf Youtube: 
https://www.youtube.com/playlist?list=PLm00TF1-_bk__cxCYSWj-CDp6BE59yxcx


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