19. Februar: „Care Day“ – Professionelle Begleitung über die Volljährigkeit hinaus

19.02.2021

19. Februar: „Care Day“ – Professionelle Begleitung über die Volljährigkeit hinaus

Foto: Gerhard Maurer

(Klagenfurt, 19.02.) Am 19.02. ist „Care Day“, ein Tag der auf die Bedürfnisse von Kindern und  jungen Erwachsene hinweisen soll, die einen großen Teil ihres Lebens nicht in ihrer eigenen Familie verbringen konnten und über die Jugendhilfe betreut wurden. In sozialpädagogischen Einrichtungen der Diakonie de La Tour werden rund 170 Kinder und Jugendliche begleitet. Gerade deshalb sind für uns in der Diakonie de la Tour auch die sogenannten „Careleaver“, junge Menschen, die eine sozialpädagogische Einrichtung auf Grund ihres Alters (18+) verlassen, ein wichtiges Thema. Um ihren Bedürfnissen besser gerecht zu werden, haben wir in den letzten Jahren in mehreren Projekten, auch auf EU-Ebenen, zu diesem Thema aktiv mitgearbeitet. Besonders wichtig waren dabei die Erfahrungen von betroffenen Careleavern, die als ExpertInnen eingebunden waren.

Deutlich wurde dadurch, dass eine funktionierende „Aftercare“ bereits sehr früh beginnen muss. Eine individuell angepasste und ausreichend lange Vorbereitungsphase auf den Übergang in ein selbständiges Leben ist besonders wichtig. Positive sowie hinderliche Einflussfaktoren während der Betreuung in Bezug auf den Übergang in die Selbstständigkeit wurden mit den Careleavern reflektiert und die Ergebnisse genutzt und in den Betreuungsalltag integriert.

„Wichtig wäre eine ständige Anlaufstelle für Careleaver“, so Matthias Liebewein, zuständig für den Bereich Kind, Jugend und Familie der Diakonie de La Tour. „Viele Jugendliche können mittlerweile bis zum 21. Lebensjahr bei uns bleiben und ihre Ausbildung beenden, wenn sie das möchten. Eine Anlaufstelle für alle jene, die weiter Unterstützung benötigen wäre wichtig“, so Liebenwein. „Es solle ein Sicherheitsnetz sein. Gespräche mit dem Land werden bereits geführt, hier sind wir zuversichtlich, dass solch eine wichtige Stelle umgesetzt wird, denn schwierige Lebenssituationen hören nicht mit einem bestimmten Alter auf.“

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