125 Jahre Öffentliches Krankenhaus Waiern/Feldkirchen

06.11.2019

125 Jahre Öffentliches Krankenhaus Waiern/Feldkirchen

Ansicht Krankenhaus Waiern

Für damalige Zeiten war es ein Wunder: Nach nur 13-monatiger Bauzeit eröffnete Pfarrer Ernst Schwarz am 21. November 1894 das „Kranken- und Erholungsheim“ in Waiern. Eine der Grundlagen für die Finanzierung waren die gesammelten Spendengelder. Schon zwei Jahre später bekam das Haus das Öffentlichkeitsrecht.

Durch die Arbeit der Diakonissen und mit dem Beginn des Wirkens des ersten Primarius Dr. Walter Domenig im Jahre 1936 wuchs auch die Bedeutung des Hauses im Bezirk. Die erste Operation im neuen, kleinen Operationssaal war die Entfernung eines Blinddarms. Das Haus wurde stetig erweitert, auch baulich. Nach der internistischen Ausrichtung siedelten sich auch die Abteilungen für Chirurgie und Geburtshilfe an, die bis in die 1970er Jahre geführt wurden. Viele Feldkirchner haben daher eine innige Beziehung zu ihrem „Geburtsort“. Besonders deutlich wurde die Wichtigkeit von regionaler medizinischer Versorgung im Zweiten Weltkrieg und nach einem schweren Zugsunglück im Jahr 1955 in der Nähe von Feldkirchen: 40 Schwerstverletzte wurden damals im Krankenhaus Waiern versorgt, operiert und gepflegt.

Das Öffentliche Krankenhaus Waiern der Diakonie de La Tour war immer ein wichtiger Teil des Kärntner Gesundheitssystems. Seine heutige Schwerpunktsetzung erfolgte 2005 durch das neue „Department für Psychosomatik und Psychotherapie“ und die Spezialisierung auf Akutgeriatrie. Heute stehen den Patientinnen und Patienten 56 Betten für die beiden Schwerpunktbereiche und eine internistische Ambulanz zur Verfügung.

„Das Krankenhaus Waiern ist auch eine 125-jährige Segensgeschichte“, so der Rektor der Diakonie de La Tour, Pfarrer Mag. Dr. Hubert Stotter. „Fachliche Kompetenz, menschliche Zuwendung und der Wille, für Menschen da zu sein, begleiten das Haus seit 125 Jahren“.

Geleitet wird das Krankenhaus von der Kollegialen Führung durch Primaria Dr. Gabriela Andre-Tschinkel, Pflegedienstleiter DGKP Marko Buttazoni und Verwaltungsdirektor Mag. Arnold Maier. Für Primaria Andre-Tschinkel ist das Haus gut aufgestellt: „Mit dem Department für Psychosomatik und der umfassenden Nachbetreuung für Patienten haben wir ein in Kärnten einzigartiges und unverzichtbares Angebot. Im geriatrischen Bereich ist auch die Wohnortnähe von Vorteil, Patienten und auch Angehörige sind ja oft nicht mehr so mobil“, erklärt die medizinische Leitung des Hauses.

„Es sind zahlreiche Berufsgruppen, die hier in multiprofessionellen Teams im Haus zusammenarbeiten und das Haus auszeichnen“, beschreibt Pflegedienstleiter DGKP Marko Buttazoni den für Patientinnen und Patienten spürbaren besonderen Charakter des Krankenhauses. „Schon seit seiner Eröffnung ist unser Haus ein Ort, an dem Körper und Seele als Einheit betrachtet werden. Diesem Leitmotiv ist das Krankenhaus über all die Jahre treu geblieben.“

Rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen im Krankenhaus Waiern für das Wohl der Patientinnen und Patienten. Das Haus ist ein wichtiger Dienstgeber im Bezirk. „Der Ärztemangel beschäftigt auch uns, als kleines Haus müssen wir attraktiv bleiben“, beschreibt Verwaltungsdirektor Mag. Arnold Maier bestehende und zukünftige Herausforderungen.

Über 16 Jahre der Entwicklung des Krankenhaus Waiern hat der Wirtschaftsdirektor der Diakonie de La Tour, Mag. Walter Pansi, mitgestaltet. „Rückblickend war die Schwerpunktsetzung in den Bereichen Psychosomatik und Akutgeriatrie richtig. Das Haus ist fast durchgehend mit annähernd 100 Prozent ausgelastet, somit ist auch die Wirtschaftlichkeit gegeben.“

Die Zukunft des Hauses sieht der Rektor der Diakonie de La Tour überaus positiv: „Wir haben in den vergangenen 125 Jahren den Wandel immer aktiv mitgestaltet. Und mit unseren Schwerpunkten und der Infrastruktur sind wir „fit“ für das 21. Jahrhundert. So können wir weiterhin als verlässlicher Partner Verantwortung für Kärntens Bevölkerung tragen“, so Pfarrer Mag. Dr. Hubert Stotter.

Natürlich wird auf gefeiert: Am 6. November um 15:00 Uhr lädt das Krankenhaus Waiern zu einer Fachtagung mit dem Schwerpunkt Psychosomatik (es gibt noch Restplätze, Anmeldungen unter office@akademie-delatour.at). Am Abend findet ein Festakt statt, in dem dankbar in die Vergangenheit und konstruktiv in die Zukunft geblickt wird.

Die Diakonie de La Tour ist mit mehr als 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und rund 90 Einrichtungen in Kärnten, Osttirol und der Steiermark eine der größten Sozial-, Gesundheits- und Bildungsorganisationen im Süden Österreichs. Mehr als 10.000 Menschen werden jährlich stationär und mobil von der Diakonie de La Tour betreut, darunter Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen, Menschen mit Behinderungen und mit Assistenzbedarf, Kinder, Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Erkrankungen und Suchtproblematiken, Menschen im Alter sowie Menschen auf der Flucht. Soziales Engagement, orientiert an christlichen Werten, wird bei uns seit über 145 Jahren gelebt.

Die Diakonie de La Tour ist Mitglied der Diakonie Österreich, einem der fünf großen Wohlfahrtsverbände in Österreich.  


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