Flucht & Inklusion

Seit 1945 ein Zufluchtsort für Menschen auf der Flucht

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erwuchs aufgrund politischer Krisen in Osteuropa eine starke Flüchtlingsbewegung. Viele dieser entwurzelten Menschen fanden bei uns in der Diakonie in Treffen einen sicheren Ort. Wir verdanken es den historisch wertvollen  Aufzeichnungen des Zeitzeugens und damaligen Rektors Friedrich Gienger jun. , dass wir uns heute noch die Geschehnisse von damals vergegenwärtigen können. Seiner Dokumentation ist zu entnehmen, dass im Sommer 1950 die Kapazitäten der Flüchtlingsbetreuung, die sich vorher bis auf einige wenige, ältere und pflegebedürftige Flüchtlinge beschränkte, plötzlich auf ein vielfaches erhöht werden mussten. Grund war der Rückzug einer Internationalen Flüchtlingsorganisation (Anm.: Dabei handelte es sich um die IRO – eine ehemalige Behörde der UNO) und die Auflassung des Flüchtlingslagers, welches bis dahin von dieser betreut wurde. Durch den Wiederaufbau des Hauses „Elim“ im Jahre 1949 konnten einige Zimmer dazugewonnen werden. Trotz der allgemeinen angespannten wirtschaftlichen Situation gelang es in der Zeit zwischen 1956 und 1961 Raum für weitere 60 Flüchtlinge bereitzustellen. Das im Jahr 1956 umgebaute Meiereigebäude wurde als „Flüchtlingsheim Meierei“ Ungarnflüchtlingen zur Verfügung gestellt. Zudem wurde auch der Erweiterungsbau des Kinderheimes Herrnhilf  zur Unterbringung genützt. Eine große Hilfe waren auch die umliegenden Evangelischen Gemeinden in denen 250 weitere ungarische Flüchtlinge Platz fanden. Ebenfalls im Jahr 1956 entstanden noch zwei Objekte in Treffen das „Ferienhaus“ und das „Haus Schwarzes Meer“. Letzteres wurde von Menschen bewohnt, die aus der Schwarzmeergegend stammten und nach deren Herkunftsgegend es auch benannt wurde. Im Jahr 1961 folgte noch ein Flüchtlingswohnheim in Treffen mit 14 Wohneinheiten, das von der Stiftung in Übereinkunft mit dem Flüchtlingshochkommissariat gebaut wurde.  In der Zeit während des Kosovokrieges entstand im Jahr 1999 in Seespitz ein neues Haus das Kriegsflüchtigen zur Verfügung gestellt wurde. 

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Marcel Leuschner
Marcel Leuschner

Stabsstellenleiter Flucht & Inklusion

(+43) 0664 88 27 26 76
marcel.leuschner(at)diakonie-delatour.at
Verena Gabriel, BA BA
Verena Gabriel, BA BA

Stv. Stabsstellenleiterin Flucht & Inklusion, Assistenz

(+43) 0664 88 65 48 83
verena.gabriel(at)diakonie-delatour.at