MoKiBoDo - Montessori Kindergruppe

MoKiBoDo - Montessori Kindergruppe: Kleiner Bub beim Malen

Pädagogische Ausrichtung

Nach den pädagogischen Grundsätzen von Dr. Maria Montessori und Dr. Emmi Pikler begleiten wir Kinder im Alter von ein bis drei Jahren.

Aus Sicht von Maria Montessori verläuft die Entwicklung des Kindes in drei großen Phasen. Die erste Phase, das Kleinkindalter, unterteilt sich in zwei Abschnitte: von null bis drei Jahren und von drei bis sechs Jahren.

Die erste Hälfte, also die Zeit von null bis drei Jahren, ist eine Periode des Wachstums und der Schöpfung, die Zeit der großen Erwerbungen. Während der ersten drei Jahre formt sich der Wille des Kindes, es ist stark von natürlichen inneren Bedürfnissen geleitet. Vielfach ist das Kind in dieser Alters- und Entwicklungsphase innerlich noch nicht bereit, den Schritt weg von zuhause und seinen engsten Bezugspersonen zu machen. Diese Situation erfordert engste Zusammenarbeit von Eltern und Pädagogen, um dem Kind eine behutsame, schrittweise Annäherung und Eingewöhnung zu ermöglichen. Die Eingewöhnung erfolgt nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“, das einen Zeitraum von drei bis vier Wochen umfasst.

Die Säulen unserer pädagogischen Arbeit:

  • Achtsamer und respektvoller Umgang bilden die Basis.
  • Wir respektieren und achten die natürliche Entwicklung der Kinder; jedes Kind hat die Zeit, sich in seinem individuellen Tempo zu entfalten.
  • Wir beobachten die Entwicklung des Kindes wertfrei und fördern dort, wo die Kinder uns brauchen.
  • Unterstützt werden die echten Entwicklungsbedürfnisse der Kinder auch durch die gut vorbereitete Umgebung – sowohl im Haus als auch im Außenbereich.
  • Klar definierte Grenzen und Regeln schaffen Freiraum zum Arbeiten und Spielen.
  • Die respektvolle Grund- bzw. Zurückhaltung der Pädagogen/-innen dem Kind gegenüber ist zentraler Punkt im Betreuungsgeschehen. Aus der Beobachtung erkennt der/die Betreuer/-in die Bedürfnisse und Entwicklungsschritte des Kindes.
  • Die Pflegesituation (wickeln, waschen) erfordert die ungeteilte Aufmerksamkeit der Pädagogen/-innen, um eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind zu schaffen.
  • Kontinuität in den Übergangsphasen – sanfter Übergang vom Elternhaus in die Kindergruppe sowie in den Kindergarten.
  • Beobachtungsbögen dienen der Dokumentation des Entwicklungsfortschrittes und als Grundlage für die Austauschgespräche mit den Eltern.
  • Die Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für das Kind. Das intensive Miteinander von Pädagogen/-innen und Eltern ist wichtig, damit die Betreuung gelingen kann.

Die VORBEREITETE UMGEBUNG

Eine für die Bedürfnisse der Kinder vorbereitete Umgebung erlaubt jedem Kind seine individuelle Aktivität frei zu wählen und sich so seinem inneren Bauplan gemäß zu entwickeln können. In entspannter Atmosphäre ist es ihm möglich, sich entsprechend seinem Interesse voll und ganz auf unterschiedliche Herausforderungen einzulassen.

Aktivitäten zur Entwicklung von verschiedenen Kompetenzen:

Übungen des täglichen Lebens

Durch Beobachten und Wiederholen alltäglicher Bewegungsabläufe erwirbt das Kind zunehmend mehr Unabhängigkeit vom Erwachsenen. Bewegung und Koordination sind Grundvoraussetzung für eine gesunde seelische Entwicklung. Konzentration wird trainiert, Intelligenz gefördert.

Sinnesmaterial

Während seiner Arbeit mit dem Material findet das Kind zu einer inneren Ordnung, die es ihm erlaubt, später Gegenstände seiner Umwelt differenzierter zu sehen und besser einzuordnen. Die Sinne werden isoliert geschult, daher können Ordnung und Reihung leichter entstehen.

Erstes Miteinander

Das junge Kind, dessen Entwicklung und Wachsen noch stark von inneren Bedürfnissen geleitet werden, entwickelt sich Schritt für Schritt aus seinem ICH zum DU und WIR.

Ohne Eltern geht es nicht

Der gute Kontakt zu den Eltern ist für uns unverzichtbar, d.h. kontinuierlicher Austausch auf der Erwachsenenebene zwischen Bezugspersonen und Pädagogen/-innen.

Kontakte und Austausch mit dem pädagogischen Team:

  • Erstgespräch – für die Aufnahme und den Einstieg. Es dient dazu, das Kind und die Familie kennenzulernen und die Vorstellungen beiderseits abzuklären.
  • Eingewöhnungszeit – die Begleitzeit eines Elternteils ist individuell, jedenfalls so lange, wie das Kind die Eltern tatsächlich braucht.
  • Entwicklungsgespräche – ein bis zweimal im Jahr können Eltern Rückmeldung darüber bekommen, wie die Pädagogen/-innen das Kind in seiner Entwicklung und Interaktion erleben. Gleichzeitig geben Eltern Rückmeldung und Information wie sie ihr Kind in seiner Entwicklung erleben.
  • Pädagogische Elternabende – finden zwei bis dreimal im Jahr statt und behandeln Themen aus dem pädagogischen Alltag.
  • Hospitieren – ein Elternteil je Familie hat einmal im Jahr die Möglichkeit, als stiller Beobachter für zwei Stunden (bis 10 Uhr) das eigene Kind und das Geschehen im Kinderhaus zu erleben.
  • Tür-und-Angel-Gespräche – es ist selten möglich „auf die Schnelle“ einen sinnvollen Austausch durchzuführen. Sobald die Kinder kommen, steht ihnen die volle Aufmerksamkeit des Pädagogen zu. Weiters führen wir solche Gespräche niemals im Beisein des Kindes! Im Notfall kann sich ein/-e Pädagoge/-in gerne mit Ihnen in das Büro zurückziehen bzw. vereinbaren wir einen Gesprächstermin.
  • Wir freuen uns über Mithilfe in besonderen Situationen: Material sammeln; Begleitung bei Ausflügen; Herstellen von Kontakten für Projekte (Institutionen, Bauernhof…)

Gemeinsam mit den Eltern feiern wir

  • Laternenfest
  • „Osternestsuche“
  • Sommerfest – dieser Jahresabschluss wird gemeinsam gestaltet und durchgeführt
MoKiBoDo - Montessori Kindergruppe
Bundesstraße 30
9551 Bodensdorf

(+43) 0664 8504057

mokibodo(at)diakonie-delatour.at
Dipl. Kleinkindpädagogin Evelin Pobeheim-Terbou

Leitung

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