Zivildienst? Für mich eine gute Entscheidung!

Schreibende Hand
24.05.2019 | Job des Monats, Menschen im Alter

Zivildienst? Für mich eine gute Entscheidung!

Florian Rasbernig ist Zivildiener im Haus Maria Gail, einer Wohn- und Pflegeeinrichtung für Menschen im Alter in Villach. Er unterstützt das Pflegepersonal vor Ort und hat Freude daran, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Zeit zu verbringen. Hier erzählt er von seinen Erfahrungen und seinen eventuellen Plänen, später einmal im Pflegebereich Fuß zu fassen.

Florian Rasbernig

Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit am meisten?
Der Kontakt mit Menschen. Da ich in meiner zukünftigen Berufslaufbahn eventuell auch weiter im Bereich Pflege tätig sein möchte, ist die Arbeit, die ich jetzt erledige, genau das richtige für mich und gefällt mir dadurch sehr. 

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?
Da ich Zivildiener bin, hält sich der Schwierigkeitsgrad meiner Arbeit in Grenzen. Aufgrund meines Interesses für diesen Bereich und meiner nicht wirklich vorhandenen Berührungsängsten, ist die Arbeit für mich problemlos zu erledigen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Ich arbeite von 8 Uhr in der Früh bis 16 Uhr. Meine Arbeiten am Beginn des Tages sind es, die saubere Wäsche der Bewohner, welche jeden Tag von der Wäscherei geliefert wird, zu sortieren und den jeweiligen Stockwerken des Hauses zuzuordnen. Zudem soll täglich ein frischgepresster Obstsaft zubereitet werden, welcher bei uns für die Bewohner/innen zur Verfügung steht.
Auch Unterstützung des Pflegepersonals beim Erledigen von kleineren Aufgaben steht jeden Tag an. Da es bei uns im Wohnheim noch drei weitere Mitarbeiter gibt, welche in etwa denselben Aufgabenbereich wie ich haben, teilen wir diese Arbeiten zwischen uns auf, was zu einer problemlosen und stressfreien Erledigung führt.
Danach habe ich einen täglichen Termin mit einer Bewohnerin zum Spaziergang. Bei Schlechtwetter wird daraus ein gemütliches Gespräch im Trockenen, bei dem ich immer wieder neue Weisheiten erfahre. Nach diesem Termin erledige ich weitere kleinere Arbeiten. Danach findet das Mittagessen statt, bei dem ich auch mithelfe. Der Nachmittagsablauf ist immer unterschiedlich. Manchmal werde ich gebeten, Besorgungen zu machen. Manchmal stehen Veranstaltungen am Plan. Und manchmal, wenn keine andere Arbeit zu erledigen ist, unterhalte ich mich einfach mit Bewohnerinnen des Hauses oder versuche bei einer Runde „Mensch ärgere dich nicht" nicht zu verlieren. Die letzte Stunde meiner Arbeitszeit verbringe ich mit einer weiteren Bewohnerin des Altersheims, welche sehr stark an Demenz erkrankt ist. Diese Stunde ist meist die anstrengendste des ganzen Tages, aber diese Bewohnerin ist mir schon so sehr ans Herz gewachsen, dass ich diese Anstrengung allemal in Kauf nehme.

Warum haben Sie sich mit dem Zivildienst für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?
Ich bin auf der Suche nach einer Zivildienststelle auf die Stellenausschreibung der Diakonie de La Tour gestoßen und habe mich aufgrund positiver Erzählungen von Bekannten auch gleich beworben. Wie sich herausgestellt hat war das eine gute Entscheidung.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung?
Da ich nur als Zivildiener arbeite, sind meine Entwicklungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Ich habe aber vor, mich beruflich weiter in die Richtung Pflege fortzubilden, wodurch eine weitere Beschäftigung in der Diakonie de La Tour möglich wäre.

www.diakonie-delatour.at/zivildienst


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