Zeit zum Loslassen...

13.03.2019 | Hospiz, Menschen mit Behinderungen

Zeit zum Loslassen...

Der Bedarf an Hospiz-Begleitung bei Menschen mit Behinderungen ist hoch. Sie leben nicht selten in Einrichtungen und haben oft jahrzehntelange intensive Beziehungen zu Mitarbeitern und Mitbewohnern aufgebaut. Wenn jemand aus ihrem Umfeld stirbt, fehlen ihnen oft Menschen, die ihnen professionell zur Seite stehen und mit ihnen über Krankheit und Tod sprechen, damit sie mit solch einschneidenden Situationen besser fertig werden können.

Sie sind da, wenn es langsam still wird. Sie halten Hände, wischen Tränen, hören zu, schenken den Tagen Leben – die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter der Hospizbewegung Diakonie, die sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen in den allerschwersten Stunden zur Seite stehen.

Seit über 20 Jahren stellt sich die Hospizbewegung der Diakonie de La Tour Themen wie Leben, Krankheit, Sterben, Tod und Trauer. Aktuell stehen über 160 qualifizierte ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter in 18 Hospizteams in ganz Kärnten Menschen in der letzten Lebensphase sowie deren Angehörigen bei. Die verbleibenden Monate, Wochen und Stunden sollen dem schwerstkranken Menschen so lebenswert wie nur möglich gemacht werden Dafür schenken die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter ihre Zeit. Im Jahr 2017 waren es fast 18.000 Stunden.

Seit Herbst 2018 bietet die Hospizbewegung Diakonie auch Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen.

Menschen mit Behinderungen brauchen wie jeder andere Zuspruch und Halt, wenn es um den Verlust einer geliebten Person geht oder wenn sie von einer unheilbaren Krankheit betroffen sind. Bis vor kurzem gab es für Menschen mit Behinderungen keinerlei Hospizangebote. „Das hat sich zum Glück geändert“, sagt Maria Regina Kugler, Initiatorin des Projektes Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen. „Der Bedarf an Begleitungen in diesem Bereich ist hoch. Menschen mit Behinderungen leben nicht selten in Einrichtungen, sie haben oft jahrzehntelange intensive Beziehungen zu Mitarbeitern und Mitbewohnern aufgebaut. Wenn jemand aus ihrem Umfeld stirbt, fehlen ihnen oft Menschen, die ihnen professionell zur Seite stehen und mit ihnen über Krankheit und Tod sprechen, damit sie mit solch einschneidenden Situationen besser fertig werden können.“

Erstmals in Österreich entwickelte die Hospizbewegung der Diakonie de La Tour ein Konzept zum Thema „Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen“ inkl. Curricula für ein Fortbildungsangebot. Der Aufbaulehrgang zu diesem Thema wurde im Mai 2018 von den ersten ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleitern abgeschlossen. Seit Herbst steht nun ein Team mit speziell ausgebildeten Ehrenamtlichen zur Verfügung.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Hospizbewegung der Diakonie de La Tour: www.diakonie-delatour.at/Hospizbewegung_unterstützen


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