Ehrenamtliche Mitarbeit

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Begegnungen, die Freude machen

Im Schloss der Gräfin Elvine de La Tour, eine der Gründerinnen der heutigen Diakonie de La Tour, verbrachte sie ihre ersten Kindheitsjahre. Auch heute ist Ingrid Jaschke noch eng mit der Diakonie verbunden. Als ehrenamtliche Mitarbeiterin ist sie eine von knapp hundert Freiwilligen, die Menschen in Einrichtungen der Diakonie de La Tour besuchen und ein Stück ihres Weges begleiten, dabei Zeit und Zuneigung schenken. Im Interview erzählt sie über ihr Engagement:

Mit der Geschichte der Diakonie de La Tour sind Sie eng verwurzelt. Freiwilliges Engagement ist dennoch keine Selbstverständlichkeit …
Mir war es immer schon ein Anliegen, sicher auch, weil ich in Treffen aufgewachsen bin, meine Familie hatte ja eine enge Beziehung zur Gräfin Elvine de La Tour. Später lebte ich einige Zeit mit meinem Mann und unseren vier Kindern in Wien, wo ich Dolmetsch studierte und zunächst in der Atombehörde, später im Büro meines verstorbenen Mannes arbeitete. Nach dem Studium meiner Kinder kam ich nach Kärnten zurück. Einer beruflichen Tätigkeit ging ich nicht mehr nach, die Kinder waren auch schon außer Haus, so blieb genug Zeit für etwas Neues. Also habe ich dem damaligen Rektor Roland Ratz gesagt, dass ich gerne alte Menschen besuchen und Gespräche mit ihnen führen möchte. Für andere da zu sein, das war für mich immer selbstverständlich – ich bin gesund und hab genug Energie. Die Liebe, die man in sich spürt bekommt man vielfach zurück.

Wie viele Menschen begleiten Sie in Ihrem Alltag als ehrenamtliche Mitarbeiterin?
Früher habe ich mehrere Leute betreut, mittlerweile sind es nur noch zwei, weil ich auch schon ziemlich alt bin, Kinder und Enkelkinder habe und zudem gerne reise. Für mich ist das ehrenamtliche Engagement erfüllend.

Wie profitieren Sie selbst von Ihrem Engagement?
Es gibt so viele schöne Momente: gemeinsame Gespräche, unterhaltsame Spielenachmittage. Besonders berührt hat mich als eine Frau zu mir sagte: „Du bist für mich die Brücke zum Licht.“ Natürlich ist die Arbeit nicht immer nur einfach. Manche Leute hadern mit ihrem Schicksal, wenn sie beispielsweise an den Rollstuhl gefesselt sind – mit meiner Arbeit kann ich Menschen im Altenheim, die nicht so häufig von Angehörigen Besuch bekommen, Zeit schenken. Manche spielen gerne „Mensch ärgere dich nicht“, andere möchten sich einfach unterhalten. Ich versuche, selbst gar nicht so viel zu reden, sondern lasse sie erzählen. Man erfährt viel Historisches, das ist sehr interessant.

Haben Sie Tipps für jemanden, der sich auch in der Diakonie engagieren möchte - welche persönlichen Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Man sollte gesund, psychisch stabil und finanziell unabhängig sein, denn das Ehrenamt bringt ja kein Gehalt. Kontinuität ist auch wichtig, denn die Bewohner sollen sich darauf einstellen können, wann man sie besuchen kommt. Wenn man einmal nicht kommen kann, weil man beispielsweise auf Urlaub ist, dann übernehmen das gerne andere ehrenamtliche Mitarbeiter. Es ist ein schönes Miteinander.

Pfarrer Mag.  Lukas Wagner Pfarrer Mag. Lukas Wagner Leitung

Pastorale Dienste, Ehrenamt

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