Fünf Fragen an die Kleinkinderzieherin ...

Fünf Fragen an die Kleinkinderzieherin ...

Kleinkinderzieherin Sandra Holzer beim Spielen mit einem Kind

„Den Kindern die Augen für die Welt zu öffnen ist unser Wunsch – sie für das Leben stark zu machen ist unsere Aufgabe.“ Nach diesem Leitspruch von Maria Montessori, begleitet Sandra Holzer B.A. als Gruppenleitern der Kleinkindgruppe gemeinsam mit Kolleg/innen Kinder in unserem Montessori Kinderhaus.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?
Die Arbeit und der Kontakt mit den Kindern.
Die Lebensfreude, die die Kinder ausstrahlen.
Die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Das jeder Tag sehr abwechslungsreich ist.
Kinder in ihrem Tun und Arbeiten mit den Montessori Materialien zu begleiten.
Die Ehrlichkeit der Kinder.
Die Möglichkeit zu haben, einen Beitrag an einem Ort zu leisten, an dem die Kinder ihre Stärken einbringen und sich im eigenen Tempo entwickeln können.

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?
Die Eingewöhnungszeit der Kinder ist sicher das Schwierigste an meinem Job. Da es mir besonders am Herzen liegt, dass die Kinder gut in der Gruppe ankommen, ist eine gute Eingewöhnung unumgänglich. In dieser Phase der Eingewöhnung fließen meist bei den Kindern viele Tränen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Kinder in dieser Zeit eine intensive und liebevolle Begleitung von uns Pädagoginnen bekommen. Es braucht Zeit und eine liebevolle Begleitung, bis sich die Kinder in der neuen Umgebung wohlfühlen und Vertrauen zu uns Pädagoginnen gewonnen haben.

Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?
Da wir ein Montessori Kleinkinderraum sind, arbeiten wir besonders nach dem Leitspruch „Hilf mir es selbst zu tun“ von Maria Montessori. Uns ist es wichtig, die Kinder bei ihren alltäglichen Handlungen (Essen, An- und Ausziehen, Händewaschen, auf die Toilette gehen,...) zu begleiten. Die Kinder können sich bei uns frei entfalten und in einer vorbereiteten Umgebung alles selbstständig ausprobieren und entdecken. Wir lassen auch pädagogische Ansätze von Emmi Pikler in unseren Arbeitsalltag mit einfließen. Das begleitende Wickeln gehört Beispielsweise dazu. Dabei dürfen die Kinder selbstständig die Windeln und Feuchttücher holen, und mit uns gemeinsam den „PoPo“ sauber machen, während wir die Kinder dabei sprachlich begleiten.
Mein Tagesablauf sie wie folgt aus:
Mein Tag beginnt bereits um 7 Uhr.
Nach einander kommen die Kinder in der Gruppe an.
Bis ca. 9 Uhr ist der Spielbereich, der Montessori-Bereich, sowie der Bewegungsraum für die Kinder frei zugänglich.
Um ca. 9 Uhr gibt es die gemeinsame Jause (wird auch immer wieder mit den Kindern gemeinsam vorbereitet).
Von ca. 9:30 bis 10:30 Uhr sind wir im Garten.
Die Pflege der Kinder, wie das Wickeln oder auf die Toilette gehen, findet immer nach Bedarf statt.
Ab ca. 11 Uhr gibt es das gemeinsame Mittagessen.
Ab ca. 11Uhr 30 beginnt die Ausruhzeit.
Nach dem Ausruhen, werden die Kinder zwischen 13Uhr 30 und 14 Uhr abgeholt, danach ist meine Kinderzeit vorbei.
Zu meinen weiteren Aufgaben zählen noch die sehr intensive Elternarbeit, schreiben von Beobachtungsbögen, gestalten der Portfolio Mappen, Erstgespräche mit neuen Eltern, Übergabgespräche mit den Pädagoginnen des Kinderraums und den Eltern, die Monatsplanung, sowie die Teamarbeit mit meinen beiden Assistentinnen.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?
Da ich in meinem Bekanntenkreis nur positives über die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber gehört habe, war es für mich von Anfang an klar, dass ich mich in dieser Institution bewerben möchte. Als sich für mich damals tatsächlich die Möglichkeit ergeben hat, im Sonderhort der Diakonie zu beginnen, war ich überaus erfreut und nahm das Angebot an. Ein Jahr lang war ich in diesem Bereich tätig, bis sich für mich eine weitere Möglichkeit ergab, und zwar im Montessori Kleinkinderraum zu arbeiten. Dieses Angebot konnte ich natürlich nicht abschlagen, da endlich mein langersehnter Wunsch, meinen Traumjob endlich auszuüben, in Erfüllung ging.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung? 
Ich denken, dass es in der Diakonie de La Tour viele Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Ich habe bereits durch das Angebot der „Akademie de la Tour“ meine Montessori Ausbildung absolviert und möchte gern noch weitere Kurse besuchen.
Im Jahr 2016 habe ich mein Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften abgeschlossen. Sollte ich mich wirklich einmal beruflich umorientieren, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es in der Diakonie de La Tour bestimmt Bereiche gibt, in denen ich aufgrund meines Studiums arbeiten könnte.