Fünf Fragen an zwei Teilnehmerinnen des Freiwilligen Sozialjahres der Diakonie …

Fünf Fragen an zwei Teilnehmerinnen des Freiwilligen Sozialjahres der Diakonie …

Mit dem Freiwilligen Sozialjahr der Diakonie erhalten junge Menschen zwischen 17 und 24 Jahren Gelegenheit Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen zu sammeln. Vielleicht entwickelt sich durch diese sinnstiftenden Tätigkeiten auch ein späterer Berufswunsch. In unserer Serie Job des Monats berichten zwei Teilnehmerinnen die in unterschiedlichen Häusern der Diakonie de La Tour das Freiwillige Sozialjahr absolvieren von ihren Erfahrungen. Dabei unterstützt Elena Rafetzeder im Haus Herrnhilf Mitarbeiter/-innen im Bereich Kind, Jugend & Familie. Anna Röckel begleitet Kinder im Ich-Du-Wir Montessori Kinderhaus in Treffen.

Elena Rafetzeder:

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

Am meisten gefällt mir das abwechslungsreiche und vielfältige Tätigkeitsfeld. Wenn man mit Menschen, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeitet, kommt keine Langeweile auf und man wird täglich vor neue Herausforderungen gestellt, welche man bewältigen muss. So lernt man, Selbstinitiative zu übernehmen und kreative Lösungswege zu entwickeln.

Ich habe auch das große Glück, in einem professionellen und gut ausgebildeten Team zu arbeiten. Auch das schätze ich an meinem Job: man muss einerseits als Teammitglied agieren und gemeinsam Entscheidungen treffen, kann andererseits aber auch im gewissen Rahmen seinen eigenen Tagesablauf planen.

Doch was diesen Beruf zu etwas Besonderem macht, ist die Dankbarkeit und Freude, welche mir entgegengebracht wird. Dies bezieht sich sowohl auf meine Kolleginnen und Kollegen, als auch auf die Kinder und Jugendlichen. So freue ich mich besonders, wenn sich die Kinder nach einer ausgiebigen Spielerunde freudestrahlend bei mir bedanken oder wenn ich nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag aus der Tür gehe und mir meine KollegInnen und Kollegen ein „Danke, dass du heute da warst!“ nachrufen.

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?

Eine Schwierigkeit, welche sich in diesem Beruf darstellt, sind die teils sehr unterschiedlichen Arbeitszeiten. Man stellt sich zum Großteil auf die Termine der Kinder und Jugendlichen ein und so beginnt ein Arbeitstag bei mir um 7 Uhr morgens und endet zur Mittagszeit, während ich an anderen Tagen mittags anfange und bis 21 Uhr abends arbeite.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Wie bereits oben erwähnt, habe ich sehr flexible Arbeitszeiten, doch unter der Woche ist mein regulärer Dienstbeginn um 12 Uhr. Ich starte meist mit Lernbetreuung und unterstütze die Kinder und Jugendlichen je nach Alter und Können bei ihren Hausaufgaben. Danach folgt ein gemeinsames Mittagessen. 
Die Nachmittagsgestaltung sieht sehr unterschiedlich und vielfältig aus und reicht von der Durchführung von kreativen Arbeiten über organisatorische Tätigkeiten bis hin zu Therapiefahrten mit dem firmeneigenen Kleinbus.

Nach dem Abendessen ist meist noch Zeit, um mit den Kindern und Jugendlichen zu spielen und gemeinsame Zeit zu verbringen, bevor sie von mir und meinen Kolleginnen und Kollegen ins Bett gebracht werden.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

Vor Beginn meines Freiwilligen Sozialen Jahres bot sich mir die Möglichkeit, im Rahmen eines sogenannten „Schnuppertages“ die Einrichtung kennenzulernen und somit einen ersten Eindruck zu erhalten.
Dieser gestaltete sich durchwegs positiv und so entschied ich mich, auch nach Austausch mit anderen jungen Menschen, welche ihr FSJ in der Diakonie de La Tour absolvierten, dort mein Freiwilliges Soziales Jahr zu beginnen.

Außerdem schätze ich besonders die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten, welche sich in verpflichtenden Lehrgangswochen und mehreren Intervisionsterminen darstellen.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung?

Von der Diakonie de la Tour werden sehr viele Fortbildungen und Seminare angeboten. Ich durfte an vielzähligen interessanten und hilfreichen Lehrveranstaltungen teilnehmen und so mein Wissen in diesen Themengebieten vertiefen.

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Anna Röckel:

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

Das Arbeiten mit Kindern macht mir große Freude. Auf die vielen Möglichkeiten, Neues zu entdecken und  das gemeinsame Lernen und Spielen freue ich mich jeden Tag.  Die fantasievollen Geschichten, die mir die Kinder erzählen, faszinieren mich ebenso. Besonders wichtig ist es mir, alle Fragen der Kinder zu beantworten und mit ihnen gemeinsam auf die Lösung zu kommen.

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?

Sich nicht einzumischen, wenn Kindern gerade etwas Neues ausprobieren und noch nicht genau wissen, was zu tun ist. Ich muss mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass es wichtig für die Kinder ist, selbst auf die Lösung zu kommen, um auch das Gefühl zu haben „das habe ich jetzt ganz alleine geschafft“.

Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?

In der Früh decke ich meist gemeinsam mit ein oder zwei Kindern den Mittagstisch. Danach ist das Vorbereiten der Jause angesagt. Je nach Alter erledige ich das selbst oder unterstütze lediglich „die Großen“  dabei, sich ihr Essen selbst zu richten. Dann werden Spiele gespielt, Bücher vorgelesen, wenn ein Kind möchte, wird auch Schreiben geübt, neue Dinge entdeckt und erklärt und irgendwann geht es dann in den Garten, wo ich die Möglichkeit habe, die Kinder beim Spielen zu beobachten und mich mit meinen Kolleginnen auszutauschen. Nachdem die Kinder zu Mittag gegessen haben, kümmere ich mich um das Geschirr und widme mich anschließend wieder den Kindern.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

iakonie de La Tour bietet durch ihr Freiwilliges Soziales Jahr ein breitgefächertes Angebot für junge Menschen, die noch auf der Suche nach dem richtigen Beruf sind. In meinem Fall war es eben der pädagogische Sektor, der mich besonders angesprochen hat.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung? 

Die SOB der Diakonie de la Tour ist eine gute Möglichkeit für die „FSJ-ler“ sich in Richtung eines Sozialberufes ausbilden zu lassen