Fünf Fragen an den Fundraiser ...

Fünf Fragen an den Fundraiser ...

Foto Gerhard Maurer

Immer wieder werden in den einzelnen Bereichen der Diakonie de La Tour Dinge benötigt, die sich außerhalb des Budgetrahmens befinden. Gerade Kinder und Jugendliche aus unseren Einrichtungen, die aufgrund schwieriger familiärer Verhältnisse nicht zu Hause leben können haben oft den einen oder anderen Wunsch. Seien es ein Paar Eisschuhe, ein Klettergerüst, ein Trampolin oder auch spezielle Therapiestunden. Hierfür werden Spenden benötigt.

Christian Wissounig ist Fundraiser der Diakonie de La Tour. Seine Aufgabe ist die Mittelbeschaffung für kleinere und größere Projekte. Aus Spendenmitteln wurden beispielsweise der Schafstall im Gartenhof, die Küchensanierung bei PRO Ausblick in Treffen, die Kücheninsel in der Küche:Waiern finanziert.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten? 
Die Arbeit für Freunde und Förderer der Diakonie de La Tour bedeutet viel Kontakt mit Menschen. Einerseits mit Menschen, die die gute Arbeit der Diakonie unterstützen wollen und andererseits mit KollegInnen aus unseren Einrichtungen, die zusätzliche Mittel benötigen, um Projekte zu verwirklichen oder einfach einmal einen Herzenswunsch eines Kindes zu erfüllen. Diesen Dialog zwischen Hilfe und Bedarf herzustellen ist eine wirklich schöne Arbeit.

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?
Fundraising, Spendensammeln, Betreuung von Freunden und Förderern der Diakonie de La Tour bedeutet natürlich auch, dass man „umfangreiche“ administrative Aufgaben zu erfüllen hat. Seit drei Jahren sind wir nun schon mit dem Aufbau und der Verwaltung einer SpenderInnen-Datenbank beschäftigt, das ist ein laufender und aufwändiger Prozess. Wir verantworten die datenschutzgesetzeskonforme Führung und Verwaltung von SpenderInnendaten und Spendeneingängen in unserer Datenbank und die Meldung der steuerlich absetzbaren Spenden an das Finanzamt.

Gemeinsam mit den Fachbereichen entwickeln wir Spendenprojekte unter Berücksichtigung von Spendermotiven und Zielgruppen. Hier ein realistisches Ziel zu definieren ist natürlich nicht immer einfach, aber gefordert.

Wir planen und erarbeiten Fundraising-Jahrespläne. Hierbei arbeiten wir mit Vertragspartnern zusammen und setzen diese Pläne natürlich auch gemeinsam um. Ziel ist es, noch mehr Menschen als UnterstützerInnen, als Freunde und Förderer für dringende Anliegen der Diakonie de La Tour zu gewinnen.

Mit der Diakonie Österreich und den anderen Werken gibt es einen regen Austausch und eine enge befruchtende Zusammenarbeit.

Auf der Plattform www.vergissmeinicht.at – Die Initiative für das gute Testament sind wir auch vertreten. Damit ist ein noch sensiblerer Umgang mit Wünschen und Anliegen von SpenderInnen gefordert.

Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?
Kommunizieren, Kommunizieren, Kommunizieren. Wir telefonieren und schreiben recht viel. Wir bedanken uns für Unterstützungen, bitten um neue, bestätigen Spendeneingänge, melden diese, so gewünscht, dem Finanzamt. Bearbeiten Änderungswünsche, füllen Formulare und Anträge aus, beschreiben Projekte, erstellen Projektanträge und Sponsoring-Verträge. Planen Spendenaktionen, erarbeiten Bittbriefe, begleiten und betreuen Straßenaktionen. Zur Zeit sind wir, die Diakonie de La Tour, gerade in Graz auf der Straße, um neue SpenderInnen zu gewinnen. Mein „Hauptgeschäft“ ist sicherlich die gute Arbeit in unseren Einrichtungen zu beschreiben und Menschen dafür zu gewinnen uns bei unseren vielen Herausforderungen zu unterstützen.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?
Ich habe bereits im Jahr 2000 (!) damals noch in der Diakonie Waiern zu arbeiten begonnen und hatte von Anfang an die Chance in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern der Diakonie zu arbeiten. Dieser Abwechslungsreichtum und gerade auch das christlich-humanistische Fundament waren für mich damals schon wichtig.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung?
Im Bereich Freunde und Förderer/Fundraising gibt´s immer wieder neue Herausforderungen zu bewältigen. Hier braucht´s ein ständiges Lernen und voneinander Abschauen – darin war ich wohl immer schon gut :) ...