Fünf Fragen an die Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin …

Diesmal im Interview, Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin Christina Maurer, die von ihrem verantwortungsvollen Arbeitsalltag im Krankenhaus Waiern erzählt.

Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Christina Maurer

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

Vor acht Jahren entschied ich mich für einen neuen Berufsweg als Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Durch die Überreichung des Diploms konnte ich meinem beruflichen Traum nachgehen. An meinem Beruf gefällt mir am meisten die Vielfältigkeit meiner Arbeit. Durch Weiterbildungen und Fortbildungen kann ich mein gelerntes Wissen ins Berufsleben einbringen, auch in der Freizeit ist mein Fachwissen sehr hilfreich.

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?

Der Austausch von Fachwissen zwischen mehreren Berufsgruppen sowie auch die Zusammenarbeit in diesem Beruf ist eine große Herausforderung. Das Schwierigste in diesem Berufsleben ist die Balance zwischen Patient und Fachpersonal zu finden. Damit meine ich die emotionale Ebene nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern zu lernen mich abzugrenzen. Der Biologische Rhythmus Tag-Nachtdienste wird durch diesen Beruf sehr beeinflusst. Durch Administrationsarbeiten wird die Arbeit mit dem Patienten immer mehr eingeschränkt.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

In der Ambulanz arbeiten wir in drei Schichten, Tag/Nacht- Dienst und Endoskopie Dienst. Die Ambulanz ist immer von Montag bis Freitag mit einem 12er Dienst und mit der Stationsleitung sowie mit einem Endoskopie Dienst besetzt. Am Wochenende ist man als Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin alleine für die Ambulanz zuständig.

Mein Arbeitsalltag beginnt um 06:30 Uhr mit einer ausführlichen Dienstübergabe, da wird zum Beispiel besprochen wie es im Nachtdienst war, und was für den ganzen Tag an Zugängen und Untersuchungen geplant ist, dies dauert ca. bis 06:45 Uhr. Um ca. 07:00 Uhr unterstützen wir unser Laborteam bei den Blutabnahmen auf den Stationen Interne und auf der Akutgeriatrie. Von Montag bis Freitag. Am Wochenende ist das Ambulanzteam für die Blutabnahmen alleine zuständig, in dieser Zeit wird ein Notfalllabor durchgeführt mit den wichtigsten Laborparametern. Ca. um 08:00 Uhr bin ich wieder in der Ambulanz. Dann beginnt auch der offizielle Ambulanzbetrieb wo die geplanten sowie auch die ungeplanten mit der Rettung oder privat in die Ambulanz zur Aufnahme bzw. zur Abklärung kommen. Um ca. 14:00 Uhr wird die Ambulanz offiziell geschlossen, aber bis ca. 18:00 Uhr dürfen wird noch Patienten von anderen Krankenhäuser übernehmen und stationär aufnehmen. Wenn in der Ambulanz keine Patienten mehr sind und auch nichts mehr geplant ist, beginnen wir mit dem Nachsortieren was am Tag verbraucht wurde und mit der Wäsche, Kontrollen, Flächendesinfektionen. Um ca. 16:00 Uhr geben wir Hilfestellung auf den Stationen bei den Pflegetätigkeiten bis ca. 18:15 Uhr. Dienstende ist um 18:30 Uhr. Mein Kollege oder meine Kolleginn übernehmen den Nachtdienst. Es folgt noch eine kurze Dienstübergabe.

Der Endoskopie- Dienst beginnt um 08:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr. In dieser Zeit werden Gastroskopien, Koloskopien und Proktoskopien durchgeführt. In der Endoskopie ist man für die Versorgung der Patienten, für die Aufbereitung der Geräte und für die  Dokumentation verantwortlich.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

In meiner Ausbildung durfte ich das Haus kennenlernen. Der positive Umgang zwischen den Berufsgruppen und den Patienten hat mich sehr in diesem Haus geprägt. Die bauliche Entwicklung durfte ich auch in den letzten Jahren miterleben. Meine Entscheidung traf ich auch wegen der kurzen Arbeitstrecke.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de la Tour mit Ihrer Ausbildung?

Die Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Haus kann man durch Zusatzausbildungen wie zum Beispiel in der Endoskopie, Hygiene, Stationsleitung bzw. Stellvertreter ausführen.