Fünf Fragen an den Fachsozialbetreuer …

Fünf Fragen an den Fachsozialbetreuer …

Im Interview: Dominic Rindler, der zurzeit seine Ausbildung zum Fachsozialbetreuer im Bereich Wohnen absolviert. Er begleitet Menschen mit Behinderungen im Wohnhaus De-La-Tour-Straße durch den Alltag.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

Ich fahre in jeden Dienst mit einem Lächeln im Gesicht, und das noch nach vielen Jahren.
Jeder Tag ist anders, man weiß nie was auf einen zukommt, oder in welcher Tagesverfassung die Assistenznehmer sind. 
Dass die Assistenznehmer, einfach das Gespür haben, wenn es jemanden schlecht geht, oder einen etwas bedrückt.
Dass Sie sich über jede Kleinigkeit freuen die man Ihnen schenkt, was in der Gesellschaft verloren geht, weil es schon selbstverständlich wird.
Dass die Menschen in diesen Bereich so offen und ehrlich sind, und meistens, dass was Sie denken auch aussprechen, kein Blatt vor dem Mund nehmen.

Was ist das schwierigste an Ihrem Beruf?

Die Menschen so gut wie möglich selbstbestimmt leben zu lassen, ohne sie in Gefahr oder Probleme zu bringen.
Die Menschen so gut wie möglich, viele Sachen oder Dinge die Sie tun, selbstständig ausüben zu lassen, auch wenn Sie dafür längere Zeit benötigen.
Nervenstärke, Geduld und immer mit 100% Einsatz, Freude und Motivation bei der Sache zu sein, auch wenn man selbst ein schlechten Tag hat.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Unter der Woche ist vorwiegend die Pflege im Vordergrund, abends gemeinsam mit den Menschen zu kochen, Alle helfen so gut wie möglich bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, Abendgestaltung im Form von ORF2 schauen oder Spieleabende.
Ausflüge und Aktionen gemeinsam mit den Menschen unternehmen oder auf Urlaub fahren.
Wochenends gehen wir spazieren, Kaffee trinken, unternehmen Ausflüge, im Sommer grillen wir im Freien oder fahren zum See baden, usw.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

Ich war im Jahre 2010 Zivildiener im Atelier de La Tour, sammelte dort erstmals Erfahrung mit Menschen mit Beeinträchtigung, ich dachte mir schon damals, das wird mein Traumberuf. Ein Jahr später hatte ich die Chance bekommen, mich bei der Diakonie zu beweisen, und nahm die Chance an. Am meisten gefiel mir die Zusammenarbeit, Zusammengehörigkeit, das Miteinander der Mitarbeiter/-innen. Kolleg/-innen haben immer ein offenes Ohr für Probleme und Anliegen, man wird nie im Stich gelassen, jeder hilft jedem. Solch ein gutes Arbeitsklima sieht man selten.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour?

Die Diakonie bietet für alle Berufsklassifikationen und darüber hinaus, Fortbildungen, Weiterbildungen und alternative Angebote an. Auch für Menschen mit Beeinträchtigungen werden heuer erstmals Kurse, Ausbildungen, usw. angeboten. Das Kursangebot ist vielfältig und interessant, es wird nicht nur Theorie gelehrt sondern auch anhand von praxisorientieren Beispielen erläutert.