Fünf Fragen an die Kindergartenpädagogin ...

Im Interview: Mag. Julia Warum, diplom. Kindergartenpädagogin, Kleinkindpädagogin, Montessoripädagogin. Die Leiterin der Kleinkindergruppe im Ich-Du-Wir Montessori-Kinderhaus de La Tour gibt Einblicke in ihren Alltag.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

  • Grundsätzlich einmal die Arbeit mit Kindern
  • Kinder sind ehrlich und man bekommt in jeder Situation ein sehr ehrliches Feedback
  • Die individuelle Begleitung der Kinder in ihrer Entwicklung
  • Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich
  • Die Flexibilität und Spontaneität, die dieser Beruf erfordert
  • Die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten

Was ist das Schwierige an Ihrem Job?

  • Die Zeit der Eingewöhnung – bis die Kinder zu den Pädagoginnen das Vertrauen aufgebaut haben und sich in der neuen Umgebung sicher und wohl fühlen, um dann von Mama und Papa weggehen zu können.
  • Die Pädagogin wird von den Kindern in ihrem ganzen Tun immer beobachtet – diese „Vorbildfunktion“ erfordert ein hohes Maß an Bewusstheit und Disziplin

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

  • Unter dem Motto von Maria Montessori „Hilf mir es selbst zu tun“ unterstützen und begleiten wir die Kinder den ganzen Tag beim Erlernen und Üben von „alltäglichen“ Handlungen (alleine Essen, Schuhe an und ausziehen, sich umkleiden, Hände waschen, …).  In einem Klima von Wertschätzung, Sicherheit und Vertrauen können die Kinder vieles in der vorbereiteten Umgebung  ausprobieren, erforschen und entdecken.
  • Vom Ankommen bis zum Abholen gibt es für die Kinder einen klar strukturierten Ablauf
    • Ankommen
    • Freies Spiel
    • Jause (die auch von den Pädagoginnen zubereitet und angerichtet wird)
    • Angebote für Singen, Fingerspiele … Geburtstagsfeiern …
    • Gartenzeit
    • Pflege, Hygiene (wickeln, …)
    • Mittagessen
    • Schlafen
  • Weiters gehört zu meinen Aufgaben
    • Vorbereitung und Planung
    • Reflexion des Durchgeführten
    • Führen von Beobachtungsaufzeichnungen
    • Entwicklungsgespräche mit den Eltern – überhaupt eine sehr intensive Elternarbeit
    • Teamarbeit mit den Mitarbeitern (Assistentinnen)

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

  • Aus meiner Familie arbeiten einige Mitglieder in verschiedenen Bereichen in der Diakonie – deshalb war mir die Diakonie als Arbeitgeber bereits „vertraut“. Als sich dann die Möglichkeit ergeben hat, dass ich gleich nach meiner Ausbildung zur Kindergartenpädagogin im Ich-Du-Wir Montessori-Kinderhaus de La Tour arbeiten könnte, war das für mich stimmig – sowohl vom Arbeitsplatz als auch vom Arbeitgeber. 

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung?

  • Ich habe 2014 mein Psychologiestudium an der Uni Klagenfurt abgeschlossen. Falls es mich doch einmal in eine andere Richtung als meinen derzeitigen Beruf ziehen sollte, kann ich mir gut vorstellen, dass es auch in anderen Bereichen, in denen mein Studium Voraussetzung wäre, Möglichkeiten gäbe!
  • Mein berufliches Ziel ist auf jeden Fall, einmal einen Kindergarten zu leiten – auch das könnte innerhalb der Diakonie durchaus möglich sein, da die Firma ja Träger einiger weiterer Kindergärten an verschiedenen Standorten ist.