Fünf Fragen an den Native Speaker ...

Fünf Fragen an den Native Speaker ...

Native Speaker

In unseren Bildungseinrichtungen wird verstärkt auf bilingualen Unterricht gesetzt. Native Speaker helfen von Anfang an, kindgerecht in eine neue Sprache einzutauchen. Wir stellen Ihnen mit Nicole Rinnerhofer (DAVINCI Schulen)und Ruth Knox (Sternschule) zwei Pädagoginnen vor, die ihren Schülerinnen und Schülern Lust auf Englisch machen. Wir starten mit Nicole Rinnerhofer: 

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

I love the variety of this job, and that I get to use my native tongue! I get to work with all ages and levels between ages 6 and 14 – from the elementary school kids to the soon-to-be middle school graduates. With this range of perspectives, it is fascinating to observe and participate in the learning process through a child’s development from young child to adolescent. And there’s not only the variety in level of English but also in topic – from the basics of grammar to different traditions and culture, to geography and even music (my field of training)! I get to tell the kids about my own background while at the same time learning a lot about what life is like for young Austrians too.

And the spontaneity keeps me quite sharp! The 5th grade English class is writing a test today? I jump into the elementary school class where they are learning the parts of the body, and teach them the English words too! I once joined in a Religion class where I taught the children the Our Father in English. Or if I have my viola with me, I can join the music class and tell the children all about stringed instruments, even playing some music for them live. As a musician I enjoy getting the occasional chance to expose the children to a world of music they hadn’t known before but that I love very much. I’m also able to put my creative talents to use at the twice-yearly school performances – I’ve adapted a play for the kids to perform in English and taught them a traditional Christmas carol for the Christmas celebration, including choreography.

Ich mag die Vielfalt in diesem Job sehr gern!
Ich arbeite mit Kindern von 6 bis 14 Jahren – von der Volksschule bis zur Neuen Mittelschule. Diese ganze Spanne in der Entwicklung und Ausbildung der Kinder ist faszinierend zu beobachten, und es ist spannend, daran mitzuarbeiten. Es gibt Vielfalt nicht nur im Sprachniveau sondern auch in den Themen – von Basisgrammatik und Vokabeln bis zu verschiedenen Traditionen, Geographie und sogar Musik (mein Studium)! Ich kann den Kindern von meinem eigenen Hintergrund erzählen, derweil lerne ich selbst viel über das Leben eines Jugendlichen in Österreich. Durch die Spontanität im Unterricht bin ich ständig gefordert, was mir auch gefällt! Wenn die 5. Klasse Schularbeit schreiben muss, schaue ich in die Volksschule, wo ich den Kindern z. B. die Körperteile auf Englisch beibringen kann. Einmal habe ich sogar den Schülern beim Religionsunterricht das Vater Unser auf Englisch beigebracht. Oder wenn ich meine Bratsche mit habe, kann ich bei der Musikstunde dabei sein, wo ich den Schülerinnen und Schülern von den verschiedenen Streichinstrumenten erzähle und Musikbeispiele auf meinem Instrument vorspielen kann. Als Musikerin genieße ich die Möglichkeit, den Kindern die Welt der klassischen Musik zu eröffnen, die sie vielleicht noch nicht kennen und die ich selbe sehr schätze. Meine kreativen Begabungen kann ich auch bei den Schulaufführungen einbringen: Ich habe ein englisches Theaterstück für die Kinder adaptiert und ihnen für die Weihnachtsaufführung ein traditionelles amerikanisches Weihnachtslied beigebracht – samt Choreographie.

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?

I have to be honest: I was never a morning person. And the drive from Graz (where I live) to Hartberg makes the rising hour even earlier. So I would have to confess that the early mornings are the hardest for me. Being a musician who often has a rehearsal or concert to play the night before makes this element tough sometimes; but I am extremely grateful for the flexibility I have in arranging my schedule, so that is a huge help.

Da muss ich ehrlich sein: Ich war nie Frühaufsteherin! Die Fahrt von Graz (wo ich wohne) nach Hartberg heißt, dass ich noch früher aufstehen muss, als LehrerInnen normalerweise aufstehen müssen. Also müsste ich zugeben, für mich ist das Schwierigste das Sehrfrühaufstehen. Und als Musikerin habe ich immer wieder eine späte Probe oder ein Konzert am vorigen Abend, und das macht das Aufstehen noch schwieriger. Aber ich bin sehr dankbar für die Flexibilität in meinem Terminplan, das hilft schon sehr.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

There is no one day that looks exactly like the next! But for example, I might start off with the elementary school kids and cover the basic vocabulary of medieval traditions: of knights and castles, an imaginative topic for the kids! Then I might conduct the dictation test in the 7th grade class, and at the end of class lead them in oral exercises (asking and answering questions in English) related to their Unit topic. Then in the 8th grade class I might help them learn how to say the different countries in English, or in the 6th grade class accompany them through the next chapter in their geography book, which is written entirely in English.

My role in planning is not the same as the teacher’s, but I do play a supportive part in class and the chance to bring in my own ideas, especially in getting the children to use the language and pronounce it well. My first day in the 8th grade class I told them, I want you to leave here with a good English „V“! And then it’s a thrill when the kids approach me to ask questions and engage in conversation during the break; when they use their free time to talk to me in what is for them a foreign language, I know they really are enjoying learning English!

Es gibt keinen Tag, der genau aussieht wie der Vorige! Zum Beispiel: Vielleicht beginne ich den Tag in der Volksschule, wo wir Vokabel zum Thema Ritter und Burgen im Mittelalter lernen – ein phantasievolles Thema für Kinder! Dann gehe ich in die 7. Klasse, wo ich ihr Diktat leite. Danach machen wir Gesprächsübungen, die zum Thema des aktuellen Kapitels passen. Nachher bin ich in der 8. Klasse, wo ich den SchülerInnen die Namen der Länder auf Englisch beibringe, oder in der 6. Klasse, wo ich sie durch das nächste Kapitel in Geographie begleite – das Buch ist ganz auf Englisch geschrieben.

Meine Aufgabe ist nicht die Plannung des Unterrichts, aber ich spiele eine unterstützende Rolle und habe oft die Chance, eigene Ideen beim Unterricht hineinzubringen – besonders wenn es um die Sprachverwendung und Aussprache geht. An meinem ersten Tag in der 8. Klasse habe ich gesagt: Ich will euch mit einem schönen englischen „V-Laut“ hinaus in die Welt schicken (etwas, was für viele ÖsterreicherInnen schwierig ist)! Und es is sehr befriedigend, wenn die Kinder in der Pause zu mir kommen, um Fragen zu stellen und ein englisches Gespräch zu führen. Wenn sie in ihrer Freizeit mit mir freiwillig in einer Fremdsprache sprechen, kann ich davon überzeugt sein, dass ihnen Englischlernen doch wirklich Spaß macht!

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

The chance to use my native language here in Austria was very appealing to me; the flexibility to be able to continue being a musician at the same time even more so. The work atmosphere at the DaVinci School also appealed to me from the start: the organization’s core values of respect; the small class sizes; a modern and spacious building to work in with resources for the kids; a supportive, hard-working, positive, solution-oriented team and school director – what more could I ask for?

Die Chance, meine Muttersprache hier in Österreich beruflich zu verwenden war sehr reizvoll; dass ich nebenbei auch noch meine musikalischen Aktivitäten ausüben kann umso mehr. Die Atmosphäre an der DaVinci Schule hat mich sofort angesprochen: das Leitbild der Diakonie ‚Respektvoll Miteinander’, die kleinen Klassengrößen, ein modernes Gebäude mit viel Platz und Ressourcen für die Kinder; ein unterstützendes, positives, lösungsorientiertes Team und eine ebensolche Direktorin – besser geht’s nicht!

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung?

 I am only in my second year here and already have received offers to further my advanced education if I so choose, so there is no lack of resources. In the future there are possibilities to plan intensive-English afternoon units and other activities in English to further my experience. But for now I am quite content with the position I am in - all I learn and the experiences I have on a day-to-day basis keep me on my toes enough for now!

Ich habe kaum mein erstes Jahr also Native Speaker abgeschlossen und habe jetzt schon einige Informationen zum Thema Weiterbildung bekommen; diesbezüglich bietet die Diakonie sehr viel an. In der Zukunft gäbe es die Möglichkeit, intensivere Nachmittagseinheiten oder Aktivitäten auf Englisch zu gestalten, um meine Erfahrung zu erweitern. Im Moment bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Position – ich lerne noch viel durch Erfahrung, und die täglichen Erlebnisse halten mich auf Zack!

Ruth Knox:

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

Develop a passion for learning and you’ll never cease to grow.“ I firmly believe in this quotation and for me, it encapsulates why I love the career that I chose - teaching. Every day is a new opportunity to learn when you work in a school; with the students, with your colleagues and for yourself. It’s an organic environment where everything feels possible.

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?

The most difficult aspect of the job for me is keeping a perfect balance all the time; making sure that my attention, energy and support is lent to each and every student in my care.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Each day is different really so let’s take Monday for an example.

I arrive at school at about 07.30 and set about preparing the ‚Morning Circle.’ This is an important ritual in our school wherein the students from all classes sit together and share in the morning activities: news, poetry, book presentation and side-subject presentations; which are always extremely impressive. Before ending at 08.45, I normally sing with the students.

After the Morning Circle we all go to whichever class we’re assigned to. The first half of the day is dedicated to working on our assignments. During this period I support the students with their English plans if they need me and I help with the organisation overall by supervising our magnet system – a fantastically successful and fun method that is helping our students learn about time-management.

At 10.30, it’s break-time! We eat together in our Eden-like garden; lunch is always something different depending on what the parents or teachers have prepared on any given day.

When we are re-energized and settled back to class, we begin our ‚special calls.’ During this time period I take the chance to present and explain new topics to be learned in English to whichever class. On Monday’s, I take the first and second grade for English which we all enjoy!

The last time period is dedicated to our side-subjects which revolve every six weeks. Over the year I have the opportunity of working with each grade, which I relish -  it’s also a great chance for our students to learn subjects like geography, history, physics, music  etc. through English.

On Monday afternoon I conduct the choir with my dedicated little group of girls - hopefully I’ll manage to reel some boys in in the future!

That’s my typical school day.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

I chose to work for a school under the umbrella of the Diakonie de la Tour, because I respect what the Diakonie stands for and I admire the dignified way that they carry out their work. It’s an organisation I feel proud to be apart of.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung?

It feels like more and more ‚Diakonie’ schools are opening, so it seems that there are many opportunities for dedicated teachers to work with and within Diakonie de la Tour. With new workshops regularly advertised, there is ample opportunity to upskill too which I find so important.