Fünf Fragen an den Sozialpädagogen ...

Fünf Fragen an den Sozialpädagogen ...

Im Interview: Andreas Francesevic, der als Sozialpädagoge und stellvertretender Teamleiter im Haus Herrnhilf in Treffen, Kinder und Jugendliche, die nicht zuhause leben können, begleitet. 

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

An meinem Beruf gefällt mir am meisten, dass ich tagtäglich die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen positiv mitgestalten kann. Dies ist eine spannende, herausfordernde und immer wieder abwechslungsreiche Aufgabe. Es wird niemals langweilig und man findet immer wieder fachliche und persönliche Lernfelder. Das Eingebunden sein in ein hochprofessionelles und motiviertes Team erleichtert den Arbeitsalltag ungemein. Gemeinsam versuchen wir aus grundsätzlich schwierigen Ausgangssituationen das Bestmögliche für unsere Kinder herauszuholen. Dabei kommt bei aller Fachlichkeit und Ernsthaftigkeit auch der Spaß nicht zu kurz.

Was ist das schwierige an Ihrem Job?

Es ist nicht immer leicht das richtige Maß zwischen Empathie und Abgrenzung zu finden. Schwierige Situationen oder bewegende Fallgeschichten tatsächlich nach getaner Arbeit am Arbeitsplatz zu lassen und nicht mit nach Hause zu nehmen ist für die eigene Psychohygiene ganz besonders wichtig  gelingt aber nicht immer zu 100 Prozent.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Als Mitarbeiter in einer stationären Betreuungseinrichtung des Fachbereichs Kind, Jugend und Familie  sind 24 Stunden am Tag abzudecken. Unser Arbeitsalltag orientiert sich am ( Schul ) Alltag der Kinder und Jugendlichen. Meine Kolleginnen und ich leisten all die Arbeit, welche Familiensystem im Regelfall auch zu leisten haben. Neben der Gestaltung und der Organisation der alltäglichen Routine findet sich noch eine Fülle von weiteren Tätigkeitsfeldern wie z.B. Initiieren und Begleiten von zusätzlichen Fördermaßnahmen, Kontakt zu Eltern und dem restlichen Herkunftssystem, regelmäßiger Austausch mit Kindergarten/ Schule bzw. Lehrstelle, Kontakt mit Sozialarbeitern und vieles mehr.
Diese Liste ist noch beliebig fortsetzbar aber die eigentliche und essentielle Aufgabe ist die kontinuierliche und intensive Beziehungsarbeit, die spannend und herausfordernd ist und Erfolge und manchmal auch Misserfolge mit sich bringt. Trotzdem ist sie der Kern unserer Aufgabe und auch ein Gradmesser für unseren beruflichen Erfolg.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

Die Diakonie de La Tour ist bereits seit 16 Jahren ein Arbeitgeber, mit welchem ich sehr zufrieden bin. Einerseits biete die Diakonie als sehr großer Anbieter im sozialen Bereich eine hohes Maß an Arbeitsplatzsicherheit andererseits war ich in all den Jahren vor allem mit dem Arbeitsklima sehr zufrieden. Man spürt die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und ich kann wirklich sagen, dass ich mich an meinem Arbeitsplatz sehr wohl fühle.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung?

Ich habe an der Universität Klagenfurt Pädagogik und Grundlagen der Psychologie studiert und bin seit 10 Jahren stellvertretender Teamleiter im Haus Herrnhilf. Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich einerseits durch die Stellenangebote der Diakonie aber auch im Rahmen der eigenen Tätigkeit durch das Entwickeln und Durchführen eigener Projekte. Der diesbezügliche Spielraum ist recht groß und ich habe bezüglich neuer Ideen und Vorschläge immer viel konstruktive Unterstützung und Hilfe erfahren.