Fünf Fragen an die Trainerin …

Fünf Fragen an die Trainerin …

Almut Dalmatiner arbeitet bei uns in der Diakonie de La Tour als Trainerin für Deutsch als Fremdsprache bzw. Zweitsprache. Sie hilft Menschen, die aus ihrem Land flüchten mussten, durch das Erlernen von Deutsch zu mehr Chancengleichheit.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

Am besten an meinem Beruf gefällt mir, dass ich einen Beitrag dazu leisten kann, dass sich Menschen hier in Österreich eine Basis aufbauen können. Diese Basis brauchen sie, um sich in ihrem veränderten Umfeld einzuleben und sich über kurz oder lang ein neues Leben aufbauen zu können.

Das Schöne an meiner Arbeit ist, dass sie sehr abwechslungsreich ist, da die Menschen, die ich beruflich kennenlerne, natürlich sehr verschieden sind und ich mit neuen Charakteren, Geschichten und Ansichten konfrontiert werde.

Sprache ist ein sehr wichtiges Ausdrucksmittel. Ohne Sprache können wir unserem Gegenüber schwer verständlich machen, wie es uns geht und welche Bedürfnisse wir haben. Das betrifft unsere Gesundheit ebenso wie unseren Lebensalltag mit Einkaufen, Arbeitsplatz, Schule, Kindergarten, Kontakt mit Ämtern und, ganz wichtig, auch zwischenmenschliche Kontakte. Daher sehe ich eine große Wichtigkeit darin, Menschen beim Erlernen der Sprache zu unterstützen.

Ich begegne den Menschen in meinem Umfeld mit Respekt und auf Augenhöhe. Da die Menschen, die in meinen Kursen sind, das spüren, findet meist ein entspanntes und oft auch humorvolles Miteinander statt.

Was ist das Schwierigste an Ihrem Job?

Als schwierig empfinde ich es, wenn ich mit meiner Fähigkeit, anderen Menschen die deutsche Sprache beizubringen, an meine Grenzen stoße. Dies betrifft meist Personen, denen das Lernen in der Vergangenheit nicht vertraut gemacht wurde, z.B. in der Schule und auch schon im Kindergarten. Aber ich sehe es auch als Herausforderung, diese Grenzen zu überwinden und erlebe immer wieder schöne Momente, in denen es den Lernern und mir gelingt.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Meine Arbeit besteht hauptsächlich aus Vorbereitung der Unterrichtsmaterialien und dem Unterricht an sich. Die Vorbereitung mache ich zu Hause am Computer. Neue Ideen hole ich mir aus Büchern, Seminaren und im Austausch mit KollegInnen. Im Unterricht arbeite ich mit den Leuten zusammen. Ich sehe meine Arbeit als ein Miteinander. Ich erkläre, berate, helfe und gebe Anregungen. Frontalunterricht versuche ich zu vermeiden, stattdessen lege ich Wert auf auflockernde Übungen, Gruppenarbeiten und Spiele.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitsgeber entschieden?

Seit 8 Jahren übe ich meinen Beruf als Trainerin für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache (kurz DAF / DAZ) aus. Ich arbeite seit einem Jahr bei der Diakonie de La Tour. Hier kann ich Menschen beim Erlernen der Deutschen Sprache unterstützen. Der Deutschkurs bei der Diakonie ist im Gegensatz zu vielen anderen  Kursen fortlaufend. Das ermöglicht mir, eine gute Beziehung zu den Leuten aufzubauen und auf ihre Wünsche und Bedürfnisse noch mehr einzugehen. So kann ich in einem positiven und angenehmen Umfeld arbeiten, in dem die Leute gerne lernen.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung?

Ich habe an der Universität Klagenfurt Germanistik studiert und die Zusatzausbildung für DAF / DAZ absolviert. Der Beruf der Deutschtrainerin ist ziemlich spezialisiert. Entwicklungsmöglichkeiten sehe ich vor allem darin, dass ich selbst neu Erlerntes umsetzen und ausprobieren kann. Außerdem ist eine Entwicklung in Zukunft eventuell im Rahmen von Projekten möglich.