Fünf Fragen an den Sozialarbeiter …

Fünf Fragen an den Sozialarbeiter …

Christian Egger, Sozialarbeiter und Sozialpädagoge im „Sprungbrett Glöcklturm“

Christian Egger arbeitet als Sozialarbeiter und Sozialpädagoge im „Sprungbrett Glöcklturm“ in Lienz. Dort ist er Menschen mit Behinderungen dabei behilflich, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Wir haben Ihn fünf Fragen zu seiner Tätigkeit gestellt:

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten? 

Am meisten gefällt mir die abwechslungsreiche Tätigkeit. Die Vielseitigkeit spiegelt sich in den unterschiedlichsten Bereichen wieder, die in der täglichen Arbeit anfallen. Von der Intensivbegleitung über die Abhaltung unterschiedlicher Workshops zur Berufsvorbereitung bis hin zur Begleitung der Klient/-innen bei Dienstleistung sowie Einzel- oder Gruppenarbeitsplätzen reicht hier das Spektrum. Dabei gilt es einen ganzheitlichen Blick auf den Klient/die Klientin zu werfen, auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen, die individuellen Stärken zu nutzen sowie weiter auszubauen. Zudem verknüpfe ich mit meinen Aufgaben eine sinnstiftende Tätigkeit, da wir auch benachteiligten Personen die Chance eröffnen wollen, möglichst am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Was ist das Schwierigste an Ihrem  Job? 

Am schwierigsten gestaltet sich für mich persönlich die richtige Balance zwischen Fordern und Fördern zu finden. Jeder Klient/jedeKlientin bedarf unterschiedlicher Fördermaßnahmen, wobei das unterschiedliche Leistungsniveau gerade bei der Abhaltung der Workshops viel Fingerspitzengefühl seitens der Assistenten erfordert. In jeglichen Situationen des Arbeitsalltages die „richtige“ Entscheidung zu treffen und dabei immer auf einer professionellen Ebene zu agieren, bedarf Problemlösungskompetenz sowie Selbstreflexions- und Kritikfähigkeit seitens der Assistent/-innen.

Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?

Je nachdem welcher Dienst laut Dienstplan zu übernehmen ist, gestaltet sich sodann der jeweilige Tagesablauf. Vor allem bei der Betreuung der Intensivklient/-innen gilt es individuell zu arbeiten und gewisse Impulse und Arbeitsschwerpunkte zu setzen. Hier reicht die Palette von der Stärkung der Grob- und Feinmotorik, über Schreib- und Lesetrainings, Förderung der Konzentrations- und Merkfähigkeit bis hin zu Koordinations- und Bewegungsübungen. Die Assistenz bei diversen Arbeitseinsätzen (Regalbetreuung, Grabpflege, Autopflege usw.) umfasst wiederum die gemeinsame Erarbeitung der erforderlichen Arbeitsschritte, die Überwachung der jeweiligen Arbeitsprozesse sowie die Gewährleistung, die vereinbarte Qualität der Leistungen auch einzuhalten. Dem zu Grunde liegt eine der Hauptaufgaben seitens der Arbeitsassistenz auch in der Vorbereitung und Abhaltung von Workshops, wo sämtliche Themen rund um die Arbeitswelt (Basiskompetenzen in Rechnen, Schreiben Lesen, Arbeitshaltung, soziale Kompetenzen, Uhrzeit und Pünktlichkeit) bestmöglich auf die Herausforderungen in der Arbeitswelt vorbereiten sollen. Immer wieder ist hier auch der Kontakt mit Klient/-innen, Eltern sowie Kooperationspartnern (Firmen) zu suchen, Sensibilisierungsprozesse zu starten, Vertrauen zu schaffen und Ziele neu auszuloten.

Warum haben Sie sich für die Diakonie de La Tour als Arbeitgeber entschieden?

Bei der Diakonie de La Tour handelt es sich um einen der größten Träger im Sozialbereich. Vor allem das Konzept der Tagesstruktur in Verbindung mit der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt habe ich als sehr spannend empfunden. Vor allem macht mir der Umgang mit beeinträchtigten Menschen große Freude. Man hat eigene Handlungsspielräume und kann sich bis zu einem gewissen Grad bei der Erfüllung seiner Aufgaben selbst verwirklichen.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in der Diakonie de La Tour mit Ihrer Ausbildung? 

Die Diakonie de la Tour ist stets bemüht, Weiterbildungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen anzubieten. Hier habe ich bereits interessante Schulungen über das Krankheitsbild „Down-Syndrom“ sowie im Bereich der „Arbeitsplatzaquise“ absolviert. Die Diakonie de La Tour bietet immer wieder interessante Entwicklungsmöglichkeiten hinsichtlich einer Verbesserung der beruflichen Qualifikation sowie der Eröffnung von Karrierechancen.