10 Jahre WG cowota Hermagor

08.07.2019

10 Jahre WG cowota Hermagor

Das Team der WG-Cowota mit der Geschäftsführung bei der Eröffnungsfeier

Hermagor / Klagenfurt: Vor 10 Jahren wurde die sozialpädagogische Kinder- und Jugendwohngemeinschaft „cowota“ der Diakonie de La Tour in Hermagor eröffnet. In all den Jahren war sie ein temporäres Zuhause für bis zu zwölf Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Familien wohnen können. Begleitet werden sie von einem engagierten Team ausgebildeter Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Zurzeit werden zwölf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren in der Wohngemeinschaft auf ihrem Weg ins Leben begleitet.

Die Kinder und Jugendlichen sollen auf ihrem Weg in ein selbständiges Leben auch ihre Stärken kennenlernen und ihre Identität finden. Wesentlich sind unter anderem der Erwerb sozialer Kompetenzen, das Auseinandersetzen mit der eigenen Lebensgeschichte und das Mobilisieren persönlicher Ressourcen. Dies gelingt nur dann gut, wenn die Wohngemeinschaft in das soziale Umfeld ihrer Umgebung eingebunden ist. „Dies war in Hermagor in all den Jahren der Fall“, so der Rektor der Diakonie de La Tour, Pfarrer Mag. Dr. Hubert Stotter.  „Auch für diese, nicht selbstverständliche Unterstützung, möchten wir uns herzlich bedanken.“, so Rektor Stotter bei der 10-Jahres Feier.

„Die Kinder und Jugendlichen besuchen von der Wohngemeinschaft aus die entsprechenden Schulen oder absolvieren eine Lehre“, gab Mag. Helga Aubermann, Leitung der Wohngemeinschaft, einen Einblick in die WG. „Ab dem Alter von sechszehn Jahren gibt es die Möglichkeit für die Jugendlichen, ins Betreute Innenwohnen zu wechseln. Hier werden sie in kleinen Wohnungen auf die selbstständige Bewältigung des Alltags vorbereitet. In der WG wird darauf geachtet, dass trotz unregelmäßiger Arbeitszeiten der SchülerInnen und Lehrlinge ein gemeinsames Leben stattfindet. Es gibt klare Regeln, und es werden gemeinsame Schwerpunkte gesetzt, gemeinsam zu Abend gegessen, Ferien gemacht …“, so Aubermann. „Die Eltern sind für uns immer Partner, wir sind kein Familienersatz, sondern bieten Hilfe, Unterstützung und Begleitung in schwierigen Situationen.“

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Schulen und Lehrstellen, Ärzten, Ämtern, Therapeuten und anderen sozialen Einrichtungen ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit und trägt zur ergänzenden Unterstützung der Kinder und Jugendlichen bei. Diese Zusammenarbeit war auch bei der Feier sichtbar. Gekommen waren u.a. Bezirkshauptmann-Stv. Mag. Günther Fian, Mag. Claudia Astner als Vertreterin der Stadtgemeinde Hermagor, Kontrolinspektor Sundolf Jost von der PI Hermagor, Diakonie-Kurator Armin Herzog und Hermann Verderber vom Alpenverein.

Der Name „cowota“ setzt sich aus den Grundsätzen der WG zusammen:

come in – hereinkommen, willkommen sein
work out – trainieren, üben fürs Leben
take off – abheben, um neue Wurzeln zu schlagen

Mag. Hansjörg Szepannek Mag. Hansjörg Szepannek Pressekontakt

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