Diakonie de La Tour: Rückblick auf das Forum: Zukunft. Alter.

08.04.2019

Diakonie de La Tour: Rückblick auf das Forum: Zukunft. Alter.

Klagenfurt, 08.04.2019 -- In die Zukunft des Alter blickten mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung Forum: Zukunft. Alter, zu der die Diakonie und die Akademie de La Tour am 4. April im Lakeside Park Klagenfurt geladen hatten. 

Top-Referenten zeigten anhand von Prognosen und Fallbeispielen auf, wie dringend der Handlungsbedarf im Pflegebereich ist. Immer mehr Menschen, die pflegebedürftig werden, brauchen immer mehr gut ausgebildete Fachkräfte. Pflegeangebote werden zwar diverser und somit individuell passgenauer, gleichzeitig fallen aber Familiensysteme, die bislang den Hauptanteil der Pflege übernommen haben, weg. So steigt zukünftig der Bedarf nach professionellen Helfersystemen.

Drei Problembereiche waren es, die während des Forum: Zukunft. Alter behandelt wurden: Das Pflegesystem und dessen Rahmenbedingungen, der Fachkräftemangel und die Einbindung von Sozialer Arbeit.

Hinsichtlich genereller Rahmenbedingungen im Pflegesystem wurde die Frage erörtert, ob pflegebedürftigen Menschen die für sie pflegerische- und medizinische Leistung im richtigen Ausmaß zuteilwird und wie die Finanzierung dieser Leistungen zukünftig aussehen könnte. Dazu gab es Einblicke in Themenbereiche, die aktuell auf politischer Ebene diskutiert werden und auch im Masterplan Pflege der österreichischen Bundesregierung zusammengefasst sind.

Das Phänomen Fachkräftemangel betrifft nicht nur den österreichischen Arbeitsmarkt, sondern ist mittlerweile ein globales Problem und wurde während der Fachtagung anhand von Zahlen aus Deutschland und der Schweiz analysiert. Deutschland reagierte darauf mit Maßnahmen, die in einem Pflegestärkungsgesetz zusammengefasst sind. Auch in Österreich gibt es Ideen, hier auf vielen Ebenen gegenzusteuern. Teile dieser Ideen warten aber noch auf ihre Umsetzung.

Der Schwerpunkt „Soziale Arbeit“ u. a. auch als koordinierende und steuernde Disziplin unterschiedlicher pflegerischer Dienstleistungen und sozialer Angebote im Bereich Menschen im Alter wurde als dritter Bereich am Forum diskutiert. Durch verstärkten Einsatz „Sozialer Arbeit“ könnte die oft sehr schwierige Situation von pflegenden Angehörigen verbessert werden.

Den Abschluss der Fachtagung bildete eine Diskussionsrunde, an der die Referentinnen und Referenten sowie LH-Stv. Dr. Beate Prettner und Rektor Mag. Dr. Hubert Stotter teilnahmen.

Ein Resümee zur Tagung zog der Rektor der Diakonie de La Tour, Pfarrer Mag. Dr. Hubert Stotter. „Es ist Zeit zu handeln“, so Stotter. „Unsere Angebote im Bereich Menschen im Alter haben sich in den letzten Jahren stark ausdifferenziert. Diesem Trend werden wir weiterhin folgen, um passgenaue Hilfen für pflegebedürftige Menschen anbieten zu können. Zusätzlich müssen mehr Menschen durch gezielte Ausbildungsmaßnahmen für den Pflegebereich qualifiziert werden. Und es gilt, das sozialräumliches Denken – auch im Sinne einer koordinierten nachbarschaftlichen Hilfe -  in konkreten Projekten umzusetzen“, beschreibt Stotter die Situation.  

Die Diakonie de La Tour ist mit mehr als 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und rund 90 Einrichtungen in Kärnten, Osttirol und der Steiermark eine der größten Sozial-, Gesundheits- und Bildungsorganisationen im Süden Österreichs. Mehr als 10.000 Menschen werden stationär und mobil von der Diakonie de La Tour betreut, darunter Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen, Menschen mit Behinderungen und mit Assistenzbedarf, Kinder, Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Erkrankungen und Suchtproblematiken, Menschen im Alter sowie Menschen auf der Flucht. Soziales Engagement, orientiert an christlichen Werten, wird bei uns seit über 145 Jahren gelebt.

Die Diakonie de La Tour ist Mitglied der Diakonie Österreich, einem der fünf großen Wohlfahrtsverbände in Österreich.  

 

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