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Evangelische Stiftung der Gräfin Elvine de La Tour

Gräfin Elvine de La Tour, geborene Freiin Ritter von Záhony, wurde am 8. Dezember 1841 in Görz, heutiges Italien, als zweites Kind und erste Tochter des Ehepaares Ritter geboren. Ihre Eltern waren wohlhabende Geschäftsleute, die sich sehr für die lutherisch evangelische Kirche einsetzten. Elvine wurde im evangelischen Glauben erzogen, sie war zeitlebens eine fromme Frau, ihre Glaubenseinstellung ist dem Pietismus zuzuordnen. 1868 heiratete Elvine den katholischen Grafen Theodor de La Tour.

Von 1873 an setzte sie sich nachhaltig für sozial Schwächere ein – der erste Meilenstein war die Gründung des Waisenversorgungsvereins in Görz. Später folgten soziale Einrichtungen in Russiz (1876) und Treffen (1885) sowie die Hospiz- und Stadtmission in Triest. Nach dem Tod ihres Mannes Theodor im Jahr 1894 nutzte sie die Erbschaft, um ihr soziales Engagement nochmals zu verstärken.

In den Wirren des Ersten Weltkriegs ab 1914 war sowohl der Besitz in Italien als auch das Leben der Gräfin, die ihren Besitz persönlich vor Ort verteidigen wollte, in großer Gefahr. In ihrem Testament (1916) übertrug sie ihr Vermögen der Evangelischen Stiftung de La Tour. Ihre Arbeit wurde in den folgenden Jahrzehnten fortgeführt und ausgebaut. Die Evangelische Stiftung der Gräfin Elvine de La Tour ist heute neben der Diakonie Waiern tragende Säule der Diakonie de La Tour. 

Literatur: Heidrun Szepannek: Elvine Gräfin de La Tour (1841–1916) – Protestantin, Visionärin, Grenzgängerin. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2010, ISBN 978-3-900531-77-05.