Zivildienst

Zivildiener und Klient beim Basteln mit Holz

Sprung ins kalte Wasser

Johannes Ofner, HTL- Absolvent, lernt im Atelier de La Tour eine Welt kennen, die mit seiner bisherigen Ausbildung so gar nichts gemeinsam hat  - eine Lebenserfahrung die in kurzer Zeit die Persönlichkeit des 20 Jährigen hat reifen lassen:

Wieso machen Sie Ihren Zivildienst in der Diakonie?
Mein Bruder, der vor mir schon den Zivildienst im Atelier de La Tour absolviert hat, brachte mich auf die Idee. Ich hab die HTL absolviert, war mit dem Sozialbereich praktisch nie konfrontiert, habe das aber als eine interessante Möglichkeit für mich gesehen.

Das Atelier de La Tour ist ein Ort in dem Menschen mit Behinderung einer künstlerischen Tätigkeit nachgehen. Was lernen Sie von Ihnen?
Was mir als erstes einfällt ist die Offenheit dieser Menschen, wie sie mit mir und anderen Leuten umgehen – sie sagen einem direkt ins Gesicht was sie denken, man bekommt von ihnen sehr viel zurück.

Welche Situationen lassen Sie zweifeln, welche geben Ihnen Kraft?
Es kommt vor, gerade wenn man selbst nicht 100 Prozent fit ist, dass diese doch fordernde Arbeit mitunter einige Nerven kostet. Ansonsten ist es absolut kein Problem, im Gegenteil, man kann mit den Klienten, wenn man auf sie zu- und eingeht, den ganzen Tag Spaß haben und viel lernen.

Warum würden Sie jemandem raten in dieser Einrichtung als Zivildiener zu arbeiten?
Grundsätzlich würde ich es jedem empfehlen hier seinen Zivildienst/Praktikum zu absolvieren, weil man ins kalte Wasser geschmissen und direkt mit Menschen mit Behinderung konfrontiert wird. Man nimmt durch diese Lebenserfahrung sehr viel mit und kann auch eine Menge über sich selber lernen – ich beispielsweise habe gemerkt, dass ich mit Menschen anders umgehe und offener geworden bin.

Was werden Sie persönlich aus Ihrem Zivildienst mitnehmen?
Ich habe hier Menschen kennengelernt an die ich mich immer gerne zurückerinnern werde.

Würden Sie sich noch einmal für den Zivildienst in der Diakonie entscheiden?
Grundsätzlich schon, interessant wäre es, neben dem Behindertenbereich auch in anderen Einrichtungen innerhalb der Diakonie Erfahrung sammeln zu können. Kurz gesagt, ich würde den Zivildienst wieder gerne im Sozialbereich machen. Mir ist es gerade nach meiner HTL-Ausbildung wichtig, soviel wie möglich kennenzulernen, bevor ich in das Berufsleben einsteige.

Was sind Ihre Zukunftspläne? Möchten Sie vielleicht weiterhin in dieser Einrichtung oder generell dem Sozialbereich treu blieben?
Ich bin mir momentan noch überhaupt nicht sicher, auf meinem Plan steht, nächstes Jahr mein freiwilliges Jahr im Ausland zu leisten. Der Zivildienst war sicher Ansporn für diese Entscheidung und hat mich auch ein bisschen in diese Richtung gelenkt. Ehrlich gesagt bin ich mir aber noch nicht sicher, ob ich später in diesen Berufsbereich einsteigen werde. Das würde ich mir noch gerne offen lassen.

Mag.  Anja Schaflechner, BA Mag. Anja Schaflechner, BA Personalberatung & Entwicklung

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